Promovieren – und dann? Viele Nachwuchswissenschaftler*innen stehen während oder nach ihrer Promotion vor der Frage, welchen Karriereweg sie einschlagen möchten. Soll es in die Wissenschaft gehen oder in die Praxis? Welche beruflichen Möglichkeiten bestehen in der Hydrologie und Wasserwirtschaft?
Um bei der individuellen Karriereplanung zu unterstützen, bietet die Deutsche Hydrologische Gesellschaft (DHG) jährlich ein Mentoringprogramm an. Erfahrene Wissenschaftler*innen und Fachleute aus der hydrologischen Community begleiten die Teilnehmenden und helfen, berufliche Perspektiven zu entwickeln.
Die DHG ist eine unabhängige und gemeinnützige Fachgesellschaft, die 2011 gegründet wurde. Sie fördert die Hydrologie und Wasserwirtschaft in Forschung, Lehre und Praxis, unterstützt den wissenschaftlichen Austausch und stärkt den Nachwuchs in der hydrologischen Forschung.
Ziel des Programms
Das DHG-Mentoringprogramm richtet sich an Early Career Scientists und fördert den Austausch sowie die Vernetzung innerhalb der Scientific Community. Es geht ausdrücklich nicht um die inhaltliche Betreuung der jeweiligen Qualifizierungsarbeiten. Vielmehr sollen die Teilnehmenden am Ende des Programms eine klarere Vorstellung über mögliche Karrierewege in der Hydrologie und Wasserwirtschaft haben. Die Inhalte der Beratungsgespräche werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Wer kann sich bewerben?
- Early Career Scientists kurz nach dem Masterabschluss und Promovierende
- Fachrichtungen Hydrologie, Wasserwirtschaft oder verwandten Fachgebieten
Das Programm richtet sich an Mitglieder der DHG. Eine Mitgliedschaft kann mit der Bewerbung beantragt werden (30 Euro/Jahr für Promovierende).
Bewerbung & Fristen
Bewerbungen sind digital bis zum 30. April 2026 bei der Geschäftsstelle der DHG einzureichen. Dabei sind folgende Unterlagen erforderlich:
- Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
- Tabellarischer Lebenslauf
- Angabe von bis zu drei potentiellen Mentor*innen
Ablauf des Mentoringprogramms
Das Programm dauert ein Jahr in dessen Mittelpunkt das One-to-One-Mentoring steht. Mentor*innen und Mentees vereinbaren eigenständig Beratungsgespräche, um berufliche Perspektiven zu besprechen und Strategien zu entwickeln. Dabei können unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:
- Welche Karrierewege stehen offen?
- Ist eine Tätigkeit im Ausland sinnvoll?
- Welche weiteren Schritte sind förderlich für die wissenschaftliche oder praktische Laufbahn?
Die Meetings können persönlich oder per Videokonferenz stattfinden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zusätzliche Aktivitäten wie Micro-Internships (Kurzpraktika) zu vereinbaren.
Die Mentor*innen 2026
Das Mentoringprogramm wird jedes Jahr von renommierten Wissenschaftler*innen und Fachleuten begleitet, dieses Jahr sind das unter anderem:
- Dr. Johannes Cullmann, Bundeanstalt für Gewässerkunde
- Prof. Dr. Andreas Hartmann,TU Dresden
- Prof. Dr. Anke Hildebrandt, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Prof. Dr. Bruno Merz, GFZ Potsdam
- Prof. Dr. Natalie Orlowski, TU Dresden
- Angela Pfister, Emschergenossenschaft/Lippeverband
- Prof. Dr. Michael Rode, UFZ Magdeburg
- Prof. Dr. Jan Seibert, Universität Zürich
Chance für Nachwuchswissenschaftler*innen aus Hessen
Das Kompetenzzentrum Wasser Hessen (KWH) ermutigt Nachwuchswissenschaftler*innen aus Hessen, sich für das DHG-Mentoringprogramm zu bewerben. Es bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich mit erfahrenen Fachleuten zu vernetzen und wertvolle Einblicke in verschiedene Karrierewege zu erhalten.
Weitere Informationen & Links
Weitere Informationen zur Ausschreibung sind online unter DHG-Mentoringprogramm zu finden.
- Mitgliedschaft in der DHG: Informationen rund um eine Mitgliedschaft in der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft
- DHG-Youngsters: Netzwerk für angehende und junge Forschende in der DHG
