Wie können wir Wasser besser in der Landschaft halten? Mit dieser Frage leitete Moderator Thomas Ranft den Studiotalk in der Sendung alle wetter! im Hessischer Rundfunk ein. Zu Gast war der Sprecher des Kompetenzzentrum Wasser Hessen, Prof. Dr. Jörg Oehlmann.
Im Gespräch ging es darum, welche Rolle natürliche Landschaften dabei spielen, Wasser länger zu speichern – und warum Feuchtgebiete und Auen dafür besonders wichtig sind.
Feuchtgebiete als natürlicher Wasserrückhalt
Auen und andere Feuchtgebiete wirken wie natürliche Wasserspeicher. Sie können bei starken Niederschlägen große Mengen Wasser aufnehmen, in Böden und Vegetation speichern und zeitverzögert wieder abgeben. Dadurch bleibt Wasser länger in der Landschaft verfügbar.
Gerade mit Blick auf zunehmende Trockenperioden wird dieser natürliche Rückhalt immer wichtiger. Wenn Wasser nicht sofort über Flüsse und Entwässerungssysteme abfließt, sondern in der Fläche gespeichert wird, kann es auch in trockenen Zeiten noch zur Verfügung stehen.
Auen als wichtige Speicher für Sedimente und Stoffe
Neben der Speicherung von Wasser erfüllen Auen und Feuchtgebiete weitere wichtige Funktionen: Hier lagern sich Sedimente und Nährstoffe ab, wodurch sie als natürliche Filter im Landschaftswasserhaushalt wirken. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Der Schutz und die Wiederherstellung solcher Gebiete ist daher ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung.
Beitrag in der ARD-Mediathek
Die Sendung „alle wetter!“ ist ein werktägliches Informationsformat des hr-Fernsehens, in dem Wetterthemen häufig mit Fragen zu Klima und Umwelt verbunden werden.
Den Beitrag mit Jörg Oehlmann können Sie hier ansehen:
https://www.ardmediathek.de/video/alle-wetter/alle-wetter-vom-04-03-2026/ard/ZGJhODlmMjQtYmUyZC00ODE5LWExMTUtNzQxZjgzYTlmYzc4
