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innovate! fund 2026 – Zukunft Wasser: Technologien, Modelle und Infrastrukturen für morgen

Jetzt strategische Konsortien bilden und anwendungsnahe Wasserinnovationen voranbringen

Mit dem innovate! fund 2026 fördert die Joachim Herz Stiftung ambitionierte Forschungsverbünde, die wasserbezogene Innovationen gezielt in Richtung gesellschaftlicher Anwendung weiterentwickeln. Die Ausschreibung adressiert zentrale Herausforderungen der Wasserwirtschaft und bietet attraktive Förderbedingungen.

Auch wenn Hessen nicht zur regionalen Schwerpunktkulisse gehört, eröffnet die Förderung konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für hessische Akteure – vorausgesetzt, sie positionieren sich strategisch in norddeutsch dominierten Konsortien.

Ziel der Ausschreibung

Ziel des innovate! fund ist es, Forschungsergebnisse mit hohem gesellschaftlichem Nutzen gezielt aus der Wissenschaft in die Anwendung zu überführen. Im Fokus stehen interdisziplinäre Vorhaben, die zu einem smarten, nachhaltigen Umgang mit Wasser beitragen und dabei Verfügbarkeit, Qualität und Zugänglichkeit der Ressource Wasser langfristig sichern.

Die Förderung setzt bewusst nach der Grundlagenforschung und vor der Marktreife an und schließt damit eine zentrale Förderlücke.

Was wird gefördert

Gefördert werden vorwettbewerbliche Forschungsprojekte (in der Regel Technologiereifegrad 3–6) aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, unter anderem zu:

  • innovativen Verfahren zur Aufbereitung von Trink- und Abwasser, insbesondere zur Entfernung schwer erfassbarer Schadstoffe wie Mikro- und Nanoplastik, PFAS/POPs oder Hormone
  • neuen Technologien zur besonders effizienten oder neuartigen Nutzung der Ressource Wasser, z. B. in Energie- oder Stoffkreisläufen
  • Methoden zur nachhaltigen Rückgewinnung nutzbarer Stoffe aus Abwasser, etwa Nitrat
  • pionierhaften wasserbezogenen Infrastrukturen und Modellen für den Umgang mit Wasser in der Landschaft

Die Förderung beträgt bis zu 1.000.000 Euro pro Vorhaben bei einer Laufzeit von maximal fünf Jahren. Förderfähig sind u. a. Personal- und Sachmittel, Infrastrukturmieten sowie Reisekosten. Nicht förderfähig sind Overhead-Kosten.

Die geförderten Ergebnisse müssen grundsätzlich der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Teilnahmebedingungen

Antragsberechtigt sind Kooperationen von mindestens drei promovierten Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen. Antragstellerin muss eine Hochschule oder gemeinnützige Forschungseinrichtung sein.

Die Ausschreibung ist regional fokussiert auf folgende Bundesländer:
Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Zentrale Hürde – und zugleich strategischer Hebel:

  • Mindestens 2 von 3 Konsortialpartnern müssen in den genannten Schwerpunktländern tätig sein.
  • Rund 70 % der beantragten Fördermittel müssen dort eingesetzt werden.

Für Akteure aus Hessen bedeutet dies:
Eine Beteiligung ist möglich und ausdrücklich vorgesehen – als ergänzender, profilbildender Partner innerhalb eines norddeutsch geprägten Konsortiums. Besonders aussichtsreich ist die Einbringung spezifischer technologischer, methodischer oder transferorientierter Kompetenzen.

Antrags- oder Bewerbungsverfahren & Fristen

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren:

  1. formale und inhaltliche Begutachtung der schriftlichen Bewerbung
  2. Einladung ausgewählter Konsortien zu einem Pitch vor einer Fachjury der Joachim Herz Stiftung

Wichtige Termine:

  • Bewerbungsfrist: 12. Januar bis 31. März 2026
  • Digitale Info-Session: 24. Februar 2026
  • Pitch vor der Jury: Ende Juni 2026 (Hamburg)
  • Förderbeginn: ab 01. September 2026

Die Bewerbung erfolgt über das Online-Portal der Joachim Herz Stiftung.

Bedeutung für Hessen

Der innovate! fund 2026 bietet für Hessen die Chance, eigene Innovationsstärken gezielt in bundesländerübergreifende Verbünde einzubringen. Erfolgreiche Beteiligungen stärken Sichtbarkeit, Vernetzung und Transferfähigkeit hessischer Wasserkompetenzen und können als Sprungbrett für weitere Förder- und Umsetzungsprojekte dienen.

Das Kompetenzzentrum Wasser Hessen begrüßt ausdrücklich die Beteiligung hessischer Akteure und sieht großes Potenzial in strategisch aufgebauten Konsortien mit Partnern aus den Schwerpunktregionen.

Weitere Informationen

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